Herzblut Messe: Ein kurzer Besuch

Die Herzblut Messe ist eine kleine, aber feine Fachmesse für Label und Designer mit Authentizität, Individualität und Wertschätzung zur Qualität. Während der Fashion Week Berlin wurde die bereits zweite Ausführung der Herzblut Messe am 15. und 16. Januar 2014 veranstaltet. Zu sehen gab es lokale Label aus Berlin, aber auch internationale Modemacher, die alle durch ihren Stil auffallen, entzücken oder diverse Modenischen bedienen. Ich war für Pinup-Fashion am Donnerstag dort, um zwei Designer kennen zu lernen. Erst als ich da war, merkte ich, wie hübsch die Messe gestaltet war und wie wenig Zeit ich leider mitgebracht habe.

Die Herzblut Messe wurde im Heimathafen Neukölln veranstaltet, der Anlass war auch mein erster Besuch in den Räumlichkeiten. Zu sehen gab es 19 Label, darunter etwa Chenaski, Pamela Mann (ihre Strümpfe kann man in Berlin z.b. bei Green Fuzz kaufen), Frozen Hibiscus oder Setrino vom Petticoatshop. Viele der Labels haben eine Gemeinsamkeit: Sie stellen ihre Mode oder Accessoires mit viel Liebe her und drücken einen besonderen Lifestyle aus.
Mein Hauptgrund für den Messebesuch war hingegen Honey March von der taffen und bezaubernden Johanna Merz aus Hamburg. Erst seit Mitte 2012 hat sie sich mit ihren Pinup Styles selbstständig gemacht und ihr eigenes Label gegründet. Ein wenig Sailor Look, ein wenig Retro, betonte Kurven und sehr viel Charme zeichnen ihre Kleider, Röcke, Blusen und Hosen aus. Sie selbst verkörpert ihren Modestil jedoch am besten. So kam sie auch zum Nähen und Designen. Statt auf Kaufhaus setzte sie lieber auf Nähmaschine und fertigte ihre eigene Kleidung nach ihren eigenen Vorstellung. Für mich war das Gespräch eine Inspiration, denn auch ich wäre gerne viel engagierter in Sachen selber nähen. Man darf gespannt sein, wie sich Honey March entwickelt, ich werde das junge Label in jedem Fall weiter verfolgen.

www.honeymarch.de und auch bei Facebook

Honey March

Honey March

Honey March auf der Herzblut Messe im Januar 2014

Gerne hätte ich auch noch mit Petticoatshop und Redcat7 gesprochen, doch die Zeit drängte. Mein erster Eindruck der Messe war positiv, trotz der bescheidenen (wenigen) Interessenten an diesem Tag und der leicht deprimierenden Feierabend-Musik im Saal. Gerade so eine kleine Messe muss sich mit der Zeit etablieren und ihren Platz im großen Becken der Fashion Week Veranstaltungen finden. Der Ansatz und die Idee, solche Label mit Handmade-Charakter zu versammeln, haben mir jedenfalls gefallen und ich wünsche den Veranstaltern viel Erfolg für weitere Ausgaben.

Alles Liebe,
Monzo

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