Fashion Revolution Day

Hallo ihr Lieben,

am 24. April 2014 findet der erste Fashion Revolution Day statt. Er soll ein weltweiter Gedenktag zum Unglück in Bangladesch werden, bei dem über 1100 Menschen durch den Einsturz des Rana Plaza starben. Aufgrund einer Fehlkonstruktion und grober Fahrlässigkeit ist dieses Gebäude nicht nur eingestürzt, sondern hat auch vielen Hundert Arbeitern das Leben gekostet (hier ein Bericht bei zeit.de). Der Einsturz des Rana Plaza ist für die Modeindustrie zu einem Sinnbild für die Zustände in indischen (und anderen) Textilfabriken geworden. Trotz der offensichtlichen Schädigung und Gefahr des Gebäudes, wurden die Angestellten zu ihrer Arbeit am Unglückstag gezwungen. Spätestens danach wurde für die westliche Welt mehr als deutlich, dass hinter „Kleidung aus Bangladesch“ oftmals nicht nur mindere Stoffqualität steht, sondern auch ein lebensgefährliches Arbeitsumfeld.

Fashion Revolution Day

Auf diese Missstände möchte der Fashion Revolution Day aufmerksam machen. Als die erste Aktion seiner Art weiß man noch nicht genau, was uns an diesem Tag erwarten wird. In jedem Fall sind Einzelhändler, Designer oder Modeinteressierte dazu aufgerufen, ihrer Kleidung einen Namen zu geben. Unter dem Motto „Who made your clothes“ soll sich jeder zu seiner Mode bekennen und zeigen, woher diese stammt. Dies kann durch auf links getragene Shirts, Hosen und Pullis signalisiert werden. Auf fashionrevolution.org findet ihr mehr Infos zu den Veranstaltungen in den teilnehmenden Ländern. Passende Schaufensterdekorationen soll es deutschlandweit in den Hessnatur und Grüne Erde Läden geben. Ansonsten wird es auch Flashmobs geben und viele weitere Aktionen rund um Öko-Mode und faire Herstellung. In Berlin ist der Upcycling Fashion Store maßgeblich am Fashion Revolution Day beteiligt. Ich werde an diesem Tag auch in Berlin unterwegs sein und versuchen die Stimmen und Gedanken der Aktivisten und Teilnehmer einzufangen.

Who made your clothes? – Eine simple und doch so bedeutungsvolle Frage. Sie wird sogar umso bedeutungsvoller, je seltener wir sie uns stellen. Natürlich kommt unsere Kleidung nicht aus einer magischen Wunderbox, sondern wird noch immer von Menschen berührt, gefärbt, zugeschnitten und genäht. Das sollten wir uns wieder bewusst machen. Wer ist am 24. April noch mit dabei?

Alles Liebe,
Monzo

picture: Fashion Revolution Day

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